Kooperationsklasse

Einrichtung einer „Kooperationsklasse“ an der Würfelturmschule

 

Schulleitungen der Würfelturmschule und der Käthe-Kollwitz-Schule

unterzeichnen Kooperationsvereinbarung und erweitern die Zusammenarbeit

 

Mit der am 03.05.2017 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung werden die Möglichkeiten der inklusiven Unterstützung und Förderung an der Würfelturmschule in Hofgeismar deutlich ausgeweitet.

 

„Mittlerweile ist Inklusion Teil unseres Schulalltages. In jeder unserer Schulklassen befinden sich Kinder mit enorm unterschiedlichen Bedürfnissen, Entwicklungsständen und Beeinträchtigungen etwa in der Sprache, im Verhalten oder im Lernen“, stellt Ingeborg Range (Schulleiterin der Würfelturmschule) fest.

Zur Bewältigung der in dieser Arbeit anfallenden komplexen Aufgaben erhalten die Lehrkräfte der Grundschule seit 2012 sonderpädagogische Unterstützung durch Förderschullehrer des regionalen Beratung- und Förderzentrums (BFZ) der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar.

 

„Die Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen der Würfelturmschule funktioniert außerordentlich gut. Inklusion wird allgemein nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt, sondern es geht inzwischen vor allem darum, wie durch gezielte Maßnahmen -etwa Fortbildungen und Fallbesprechungen- die Qualität in der gemeinsamen Förderung und Unterstützung sukzessive ausgebaut und verbessert werden kann“, so die Einschätzung von David Schlesinger, dem Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Schule.

Für das neue Schuljahr haben die beiden Schulleitungen nun ein Projekt angestoßen,  in dem auch Kindern mit einer geistigen Behinderung noch stärker ermöglicht werden soll, inklusiv erfolgreich beschult zu werden.

In der hierzu geplanten Kooperationsklasse sollen zum kommenden Schuljahr vier Kinder mit entsprechend stärkeren Lernbeeinträchtigungen zusammen mit anderen Erstklässlern in einer Klasse an der Grundschule beschult werden.

 

Die Unterstützungsmöglichkeit für alle Schülerinnen und Schüler in dieser Klasse übertrifft mit Blick auf die Ressourcen die in der Inklusion übliche Stundenanzahl erheblich. Während normalerweise in vereinzelten Stunden eine Unterstützung durch weiteres Fachpersonal erfolgt, wird hier in jeder einzelnen Unterrichtsstunde neben dem Klassen- oder Fachlehrer zusätzlich ein ausgebildeter Förderschullehrer sowie auch eine erfahrene Schulassistenz im Unterricht zu finden sein. Jedes Kind soll so die notwendige Zuwendung oder auch individuelle Materialien sowie gezielte Förderung erhalten können.

 

 

„Neben dem Wunsch auf Beschulung in der Käthe-Kollwitz-Schule, gibt es auch Eltern, die sich für ihr Kind -zumindest für die Grundschulzeit- eine inklusive Beschulung wünschen. Die Kooperationsklasse ist ein sehr erfolgversprechendes Modell, um nahezu ein Maximum an sinnvoller und wertvoller (sonder-)pädagogischer Unterstützung zur Verfügung zu stellen und den Kindern anzubieten. So kann es gelingen, die langjährigen und vielversprechenden Erfahrungen  der integrativen Kindergärten im Umgang mit beeinträchtigten Kindern in der Grundschulzeit nahtlos fortzusetzen“, so David Schlesinger.

 

Die mittlerweile in Hessen gesammelten Erfahrungen im Bereich von Kooperationsklassen sind enorm positiv. Es gilt als belegt, dass nicht nur die beeinträchtigte Kinder von diesem Modell und den umfassenden personellen Möglichkeiten profitieren, sondern dass schließlich alle Schülerinnen und Schüler so deutlich vielschichtiger, gezielter und intensiver gefördert werden können.

Kein Kind wird in seinem Wissensdrang und in seiner Entwicklung gebremst, sondern erhält in diesem Fall zusätzliche Impulse und differenzierte Lernangebote.

 

„Wir freuen uns, dass wir eine Kooperationsklasse mit der Käthe-Kollwitz-Schule bilden können. Wir haben zwischen den Schulleitungen für diese Klasse Vereinbarungen getroffen, von denen nicht nur diese Lerngruppe profitieren wird. Durch die stundenmäßige Erhöhung der Einbindung von Förderschullehrern, aber auch durch die Möglichkeit von räumlichen Kooperationen oder eventuelle weitere gemeinsame Projekte, kann es zu einem Gewinn für die gesamte Würfelturmschule – insbesondere den Standort „Unterer Graben“ - werden“, stellt Ingeborg Range fest.

 

 

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