Die Erfahrungen aus der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum zeigen, dass sie im Rahmen der bestehenden curricularen Vorgaben der allgemeinen Schule gut unterrichtet werden können.
Individuelle Unterstützungsmaßnahmen mithilfe unterschiedlicher Formen des Nachteilsausgleichs und individuelle Förderungen der Schülerinnen und Schüler stellen eine bestmögliche Partizipation am Unterricht und an den Lerninhalten sicher.
Über das zugeordnete Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) hinaus erhalten Lehrkräfte Unterstützung und Beratung über den Kontakt zu den Fachberaterinnen und Fachberatern für Autismus sowie zu Expertinnen und Experten klinischer Einrichtungen.
Schülerinnen und Schüler im Autismus-Spektrum können alle Schulformen und Schulstufen besuchen. In einer pädagogisch gut gestalteten Lernumgebung sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Lage, höchst beachtliche Leistungen zu zeigen und entsprechende Abschlüsse zu erreichen. In der Regel besuchen Schülerinnen und Schüler mit Autismus eine allgemeine Schule und lernen in einem ihrer Begabung entsprechendem Bildungsgang. Um ihnen eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen haben die Kinder und Jugendlichen Anspruch auf einen geeigneten Nachteilsausgleich.
Für diejenigen Kinder und Jugendlichen, die neben Besonderheiten im Autismus-Spektrum einen von der allgemeinen Schule lernzielabweichenden Förderschwerpunkt haben, bieten die Lehrpläne der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und die Richtlinien für Unterricht und Erziehung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung die Grundlage der schulischen Förderung.
Eine Orientierungshilfe für Lehrerinnen und Lehrer der allgemeinen Schule, die Schülerinnen oder Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung unterrichten, bietet die Publikation „Einstiegshilfen für den Unterricht von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum“ des Hessischen Kultusministeriums.
Bei Kindern mit diagnostiziertem Autismus oder bei Verdacht auf Autismus bietet das SSA Kassel eine Fachberatung an:
Anke Pagel
Astrid-Lindgren-Schule
Hupfeldstr. 8
34121 Kassel
E-Mail: poststelle@lindgren.kassel.schulverwaltung.hessen.de
Telefon: +49 561 313855
(siehe unter: https://kultusministerium.hessen.de/Schulsystem/Inklusiver-Unterricht/Die-Autismus-Spektrum-Stoerung)
Die Landesfachberatung ist ein überregionaler Ansprechpartner für Fachfragen bei der inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern im Autismus-Spektrum. Sie berät Eltern über Rahmenbedingungen, Anforderungen und mögliche Unterstützungsleistungen in Schule und Unterricht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit Schulleitungen und Lehrkräften zusammen, informieren über Autismus-Spektrum und passende Unterrichts-, Förder- und Nachteilsausgleichsmaßnahmen. Sie beraten über Verfahren und Möglichkeiten zum Nachteilsausgleich bei den zentralen Abschlussprüfungen.
In folgenden Angelegenheiten kann die Landesfachberatung für die inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störungen behilflich sein:
Beantwortung spezieller Fachfragen
Beratung von Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrkräften (z.B. auch Teilnahme an Klassenkonferenzen, Runden Tischen o. ä.)
Auskünfte zum Nachteilsausgleich im Besonderen bei zentralen Abschlussprüfungen
Vorbereitungskonferenzen von Klassenteams
Austausch mit der Schulaufsicht und dem Referat für Inklusion des Kultusministeriums
Fortbildungen zu ausgewählten Fragestellungen
Gegeben falls ist eine Schulassistenz eine gute Unterstützungsmaßnahme für das Kind. Diese kann durch die Eltern beantragt werden. Eine Handreichung verdeutlicht die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schulassistenzen.
Von Frau Pagel liegt dem BFZ ein Dokument zu Besonderheiten und Hilfestellungen bei Kindern im Autismus-Spektrum vor.
Neben den definierten Maßnahmen eines Nachteilsausgleichs können auch spezifische Maßnahmen für Kinder im Autismus-Spektrum greifen.
In Kassel bieten folgende Stellen eine Diagnostik/Therapie an:
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Bad Wilhelmshöhe
Herkulesstraße 111,
34119 Kassel
Telefon: 0561 – 3 10 06 – 0
Fax: 0561 – 3 10 06 – 166
Sozialpädiatrisches Zentrum
Mönchebergstr. 48 E
34125 Kassel
(Eingang gegenüber Klinikum, neben Parkhaus/Bärenapotheke)
Telefon 0561 980-3096
Telefax 0561 980-6946
E-Mail: spz@gnh.net
Sprechzeiten: Montag – Freitag, nur mit Anmeldung und Überweisung, Notfälle nach
telefonischer Vorankündigung durch Kinderarzt.
Autismus-Therapie-Institut ATB (Beratung und Therapie, Elterngruppen etc.)
Rudolf-Schwander-Str. 4-8
34117 Kassel
Telefon: (0561) 3 34 30
Telefax: (0561) 3 34 3