Kooperationsklasse

Was ist die Kooperationsklasse?
Die Kooperationsklasse wurde erstmals 2017 ins Leben gerufen und basiert auf dem Prinzip der inklusiven Bildung. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten und voneinander zu lernen. Die Akzeptanz innerhalb der Schulgemeinschaft, bei Eltern sowie bei den Kindern ist groß, und die Kinder werden als vollwertige Mitglieder unserer Schule angesehen.

Erfahrungen und Chancen
In den vergangenen vier Jahren haben wir viele positive Entwicklungen erlebt. Besonders die soziale Kompetenz der Kinder hat sich durch die gemeinsame Zeit enorm weiterentwickelt. Die Kinder lernen, ohne Scheu und Vorurteile aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig zu helfen und gemeinsam zu lernen. Das fördert Toleranz, Akzeptanz und ein „anderes Miteinander“.

Die Kooperationskinder wachsen über sich hinaus und entwickeln wichtige Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Empathie und Sprachkompetenz. Besonders im Bereich Sprache haben wir bedeutende Fortschritte gemacht: Kinder, die anfangs kaum aktiv sprechen konnten, haben durch den Einsatz von unterstützenden Mitteln wie „Talkern“ und Gebärden gelernt, sich verständlich zu machen. Gemeinsame Projekte, wie Weihnachtsfeiern, Theateraufführungen oder Besuche bei den Familien, tragen dazu bei, dass alle Kinder sich eigenständig sprachlich ausdrücken können.

Herausforderungen
Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Personalwechsel, räumliche Gegebenheiten und die Notwendigkeit, stabile Bezugspersonen für die Kinder zu gewährleisten, sind wichtige Punkte, an denen wir arbeiten. Es ist essenziell, dass die Betreuung durch kompetente Schulassistenzen gesichert ist und die Rahmenbedingungen stimmen, damit sich alle Kinder optimal entwickeln können.

Unser Fazit
Die Kooperationsklasse ist für uns eine gelungene Umsetzung von Inklusion, die sowohl den Förderschulkindern als auch den Regelschulkindern einen großen Mehrwert bietet. Sie zeigt, wie inklusive Beschulung gelingen kann und welche positiven Effekte sie für die individuelle Entwicklung der Kinder, die Organisation unserer Schule und die Gesellschaft insgesamt hat.

Wir sind stolz auf die Fortschritte und die Gemeinschaft, die in der Kooperationsklasse entsteht, und freuen uns auf viele weitere Jahre des gemeinsamen Lernens!

Hessischer Inklusionspreis 2025 – Die Kooperationsklasse war dabei!

Die Kooperationsklasse durfte an der feierlichen Preisverleihung des Hessischen Inklusionspreis 2025 in Frankfurt teilnehmen. Ein besonderer Moment voller Anerkennung und Inspiration.

Die Kooperationsklasse der Würfelturmschule und Käthe-Kollwitz-Schule wurde im Rahmen des Hessischen Inklusionspreises 2025 zur feierlichen Preisverleihung am 9. Mai 2025 nach Frankfurt am Main eingeladen. Der Preis wird von der Gruppe Inklusionsbeobachtung Hessen vergeben und würdigt herausragende Projekte im Bereich der Inklusion.

Insgesamt wurden zahlreiche Projekte aus ganz Hessen eingereicht. Die Jury unter dem Vorsitz von Thilo Hartmann zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der Bewerbungen.

Auch die Kooperationsklasse unserer Schule schaffte es unter insgesamt 47 eingereichten Projekten in die engere Auswahl. Ein großer Erfolg, auf den alle Beteiligten sehr stolz sein können.

Bei der feierlichen Veranstaltung im Haus am Dom verfolgten Frau Nathalie Schmitz, Frau Nadine Merle und Frau Birgitt Semmler die Preisverleihung gespannt und drückten der Kooperationsklasse die Daumen. Die Auszeichnungen gingen schließlich an eine Kindertagesstätte, eine Berufsschule sowie an ein Projekt, das sich besonders für barrierefreie Zugänge für Menschen mit Behinderungen einsetzt.

In der Kategorie Bildung wurden folgende Projekte ausgezeichnet:

  • Projekt „Finde deinen eigenen Weg“
  • Inklusive Kita Schwalbennest
  • Johann-Philipp-Reis-Schule

 

Die Wertschätzung für alle nominierten Projekte war während der Veranstaltung deutlich spürbar. Auch durch die Schirmherren, das bekannte Comedyduo Badesalz.

Neben der Preisverleihung bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zum Austausch mit anderen engagierten Gruppen. Mit vielen neuen Eindrücken und einem positiven Gefühl trat die Delegation schließlich die Heimreise an.

Die Nominierung zeigt einmal mehr, wie wertvoll und anerkannt die inklusive Arbeit an unserer Schule ist und motiviert für zukünftige Projekte.

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Märchenhafte Kunst und gelebte Inklusion

Mit Kreativität, Teamgeist und viel Fantasie überzeugten die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsklasse der Würfelturmschule Hofgeismar und der Käthe-Kollwitz-Schule beim Malwettbewerb für den neuen Gemeinschaftsgarten in Hofgeismar.

Mit großer Begeisterung und künstlerischem Engagement nahmen die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsklasse am Malwettbewerb zur Gestaltung eines Werbeplakats für den neuen Gemeinschaftsgarten in Hofgeismar teil.

Unter der Leitung ihrer Kunstlehrerin Nadine Merle setzten sich die Kinder intensiv mit dem Thema „märchenhafter Garten“ auseinander. Dabei entwickelten sie fantasievolle Ideen und gestalteten mit viel Sorgfalt und Kreativität beeindruckende Kunstwerke, die die Jury überzeugten.

Ein besonderes Zeichen gelungener Inklusion setzte ein Gemeinschaftsbild von Jewa Janovsky und Daniel Arif, das in Zusammenarbeit zwischen einem Kooperationskind und einem Regelschulkind entstand und zu den Favoriten zählte. Dieses Ergebnis verdeutlicht eindrucksvoll, wie bereichernd gemeinsames Lernen und kreatives Arbeiten sein kann.

Die Freude über die Anerkennung war bei allen Beteiligten, Kindern wie Lehrkräften groß.

Der Wettbewerb hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig Kreativität, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung in der Kooperationsklasse gelebt werden. Die entstandenen Kunstwerke leisten einen wichtigen Beitrag dazu, den Gemeinschaftsgarten in Hofgeismar sichtbar zu machen und dafür zu begeistern und sind zugleich ein starkes Zeichen für gelungene Inklusion.

Unvergessliche Tage und Erlebnisse in der Villa K am Starnberger See

Nachdem die Kooperationsklasse der Würfelturmschule Hofgeismar und der Käthe-Kollwitz-Schule bereits im Jahr 2024 in die Villa K am Starnberger See von der Peter Maffay Stiftung eingeladen war, dort jedoch aufgrund von Hochwasser und Unwetter nicht alle geplanten Angebote wahrnehmen konnte, erhielt das Klassenteam erneut eine Einladung.

Die Kinder der ehemaligen Klasse 3B (nun 4B) erlebten gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Nathalie Schmitz und Frau Nadine Merle eine rundum gelungene Reise, die nicht nur große Freude bereitete, sondern auch nachhaltig stärkte und wertvolle Impulse für den Alltag vermittelte.

Von der Ankunft am Bahnhof Wilhelmshöhe bis zur Rückreise am letzten Tag war die gemeinsame Zeit von Zusammenhalt und guter Stimmung geprägt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten vielfältige neue Erfahrungen, stärkten ihr Selbstvertrauen und schufen bleibende Erinnerungen.

Zu den zahlreichen Highlights gehörten Wanderungen in der Natur, das Baden im Starnberger See sowie eine gemeinsame Schifffahrt. Ein besonderes Highlight war der Kochkurs, bei dem die Kinder gemeinsam mit Manuel Fuchs schwäbische Spätzle zubereiteten. Auch die Abende boten besondere Erlebnisse: Beim Lagerfeuer, bei Spielen und Tretbootfahrten genossen die Kinder die besondere Atmosphäre vor Ort und die wunderschöne Umgebung.

Diese Tage haben die Kinder in vielerlei Hinsicht bereichert und werden ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. Mit großer Dankbarkeit blicken alle Beteiligten auf diese wertvolle gemeinsame Zeit zurück.